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Westlettland

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Westlettland (Kurzeme)

Ventspils

Ventspils liegt im nordwestlichen Teil Lettlands, an der Ostsee an der Flussmündung von Venta. Ventspils ist zur wichtigen Handelshafenstadt gewachsen. In Ventspils kann man die Burg des Livländischen Ordens und mehrere Kirchen besuchen. Der schöne und saubere Strand und die umliegenden Wälder tragen zu der Erholung bei. Das Küstenfreilichtmuseum Ventspils lädt zur Besichtigung von Fischerhütten, Booten und Fischgerät ein. Hier ist auch eine Windmühle und man kann eine Strecke mit der Schmalspurenbahn fahren. Mit dem Personenschiff „Herzog Jakob“ können Sie einen Ausflug von dem Hafen bis zur Venta -Mündung in die See machen. In den Kinderstädtchen gibt es 40 verschiedene Spielmöglichkeiten für Kinder unterschiedlichen Alters. Am Strand der "Blauen Flagge" wird im Wasser eine Wasserrutschbahn aufgestellt, es gibt Sportplätze mit verschiedenen Spielelementen.

Die Burg des Livländischen Ordens in Ventspils
In der 1290 erbauten, teilweise restaurierten Burg kann man die modernste digitale Ausstellung im Baltikum zur Burg- und Stadtgeschichte besichtigen. Tel: +371 63622263, +371 63622031, muzejs@ventspils.gov.lv, Homepage: www.ventspilsmuzejs.lv

Das Zentrum für Radioastronomie in Irbene
Irbene ist das ehemalige Städtchen der sowjetischen Armee, in der für wissenschaftliche Zwecke zwei parabolische Radioteleskope benutzt werden. Eines davon (~32 Meter) ist das grösste in Nordeuropa und das achtgrösste in der Welt. In dem ehemaligen militärischen Zentrum für Funkverbindungen ist das internationale Zentrum für Radioastronomie Ventspils errichtet worden. Zusammen mit einem Fremdenführer können die Besucher das Gebäude besichtigen und die Arbeit im Zentrum kennen lernen. Home page: http://virac.venta.lv/en/ virac.venta.lv/en/

Liepaja

Liepaja liegt zwischen der Ostsee und dem See Tosmare. Der Hafenkanal trennt die Stadt in zwei Teile. Heute ist Liepaja ein Industrie-, Kultur- und Bildungszentrum. Auf einer relativ kleinen Fläche werden Sie hier die Gebäude aus verschiedenen Epochen und von unterschiedlicher Architektur finden. In der Gestalt der Stadt schalten sich großzügig die schlichten, schmuckarmen Jugendstilhäuser ein. Typische Bauten aus jener Zeit kann man in Karosta (Kriegshafen) besichtigen, wo bis heute den Nachlass des militärischen Lebens von Liepaja zu spüren ist. Ein besonderer Ausflug führt zu den nördlichen Festungswerken sowie zu dem Kriegsgefängnis, hier findet eine Show der historischen Wirklichkeit „Hinter schwedische Gardinen” statt.

Liepaja nennt man lettische Hauptstadt für Rockmusik, da jedes Jahr hier mehrere Festivals für Rockmusik stattfinden, darunter auch das bekannteste, die Caines Beach Party . Im Jahre 1999 wurden dank der Unterstützung der Stiftung für Natur auf einer Fläche von 130 Kilometer entlang dem See Papes Wildpferde in das Rayon Liepaja eingeführt. Sie sind die unmittelbaren Nachkommen der alten Wildpferde (Tarpans). Der See Pape ist auch eine ausgezeichnet geeignete Stätte für die Beobachtung der Zugvögel.

Show im Gefängnis des Kriegshafens
Der Kriegshafen befindet sich im nördlichen Teil der Stadt Liepaja. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Kriegshafen als Stützpunkt der Marine des russischen Imperiums gebaut. Die Besucher haben die Gelegenheit sich in die Rolle eines Gefangenen hinein zu versetzen und bei Fackellicht die unterirdischen Labyrinthe der nördlichen Festung zu durchlaufen. Die russisch orthodoxe Garnisonskathedrale (1900-1903) ist ebenfalls erhalten. Home page: www.karostascietums.lv/

Die Hl. Dreifaltigkeitskirche in Liepaja
Mitte 18. Jh. erbaute Kirche mit prachtvollen Holzschnitzereien im Rokokostil und einst der grössten Orgel der Welt. In der Kirche finden Orgelkonzerte statt. Vom 55 Meter hohen Kirchturm ergibt sich eine schöne Aussicht auf die Stadt zwischen dem Liepajas-See und der Ostsee.

Kuldiga

Kuldiga wurde schon vor langer Zeiten als eine der attraktivsten lettischen Kleinstädten betrachtet. Trotz den vielen Kriegen und Brandschäden hat sie die charakteristische Holzbebauung bewahrt. Wenn sie nach Kurzeme fahren, besuchen Sie unbedingt Kuldiga. Die Atmosphäre und Scharm des Altertums wird Ihnen das Porträt einer lettischen Stadt aus dem 16. und 17. Jahrhundert schaffen. Hier wurde der berühmte kurländische Herzog Jakob - der reichste Herzog aus dem 17.Jh. geboren. Sie werden auch ein Haus finden, in dem der schwedische König Karl XII einige Tage verbracht hat.

Zusammen mit der roten, aus Ziegeln gebauten Brücke hebt es den besonderen Scharm der Stadt hervor. In einer Entfernung von 4 Kilometer von Kuldiga kann man ein handgemachtes Höhlenlabyrinth aus Sandstein besichtigen. Die “Ventas rumba” ist eine 2 m hohe und 249 m breite Wasserschnelle. Sie kann man aus unmittelbarer Nähe oder von der 166 m langen Ziegelbrücke (anno 1874) – eine der längsten dieser Art in Europa – betrachten.

Die Sandhöhlen der Riežupe
Die Höhlenlabyrinthe des Flusses Riežupe sind die längsten (460 m) in Lettland. Die natürlichen Höhlen wurden im 19. Jh. erweitert, als der hier gefundene Sand für die Glasherstellung verwendet wurde. Im Angebot stehen romantische Führungen bei Kerzenlicht.

Talsi

Talsi ist eine Stadt auf neun Hügeln. Dank der günstigen geographischen Lage und der ungewöhnlichen Schönheit kann man Talsi zweifellos als das Herz von Nordkurzeme bezeichnen. In historischen Quellen wurde Talsi als Wanemaland der Kuren erstmals 1231 erwähnt. Heute ist Talsi eine Stadt in der Entwicklung, die auf ihre neun Hügel, die Altstadt und den wunderschönen Ausblick von den Hügeln aus auf beide Seen sehr stolz ist. In Talsi gibt es viele interessante Plätze aus dem historischen, wie auch aus dem Kulturgesichtspunkt. Auf dem Kirchenhügel erhebt sich die lutherische Kirche Talsi (16.Jh.), in der der Pastor Karl Amenda (1774-1836) die Gottesdienste durchführte. Liela iela (die große Strasse) ist mit alten Gebäuden aus dem 19.Jh.gesäumt. Unlängst wurde das schöne Haus des Barons Firks restauriert (gebaut Ende 19.Jh.), in dem heute das Heimat- und Kunstmuseum Talsi untergebracht ist. Vom Schlossberg Talsi – der alten Befestigung der Kuren aus – öffnet sich ein märchenhaftes Panorama auf den See Talsi und das Zentrum der Altstadt.

Tukums

Tukums befindet sich zwischen zwei Regionen. Diese Stadt ist an dem Ort gewachsen, wo die Ebene von Zemgale in die hügelreiche Hochebene von Kurzeme übergeht. Das Stadtwappen von Tukums zeigt bildhaft die örtliche wellenförmige Landschaft, drei Kiefern auf grünem Hügel. Tukums ist an den Ufern des Flusses Slocene entstanden. Die historischen Gassen der Stadt bewahren die Denkmäler für Architektur aus dem 18.und 19.Jh.. Das älteste Gebäude von Tukums ist der Schlossturm des Livländischen Ordens. Heutzutage ist hier eine Ausstellung über die Geschichte von Tukums zu betrachten, die einen unvergesslichen Eindruck über diesen Ort verschafft. Von Tukums an beginnen üblicherweise die Ausflüge durch die Region Kurzeme und nach Westlettland.

Schloss Durbe
Das Schloss Durbe, das 1820 im Stil des Klassizismus nach dem Entwurf des Architekten J. Berlitz umgebaut wurde, befindet sich in Tukums. Im Herrenhaus kann man die Innenausstattung aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts besichtigen und sich mit dem damaligen Alltag der Gutsherren bekannt machen. In einem der Wirtschaftsgebäude verschafft man sich den Einblick in den Alltag der lettischen Bauer im 19. Jahrhundert.

Andere

Der Pape-Naturpark
Im Naturpark am Pape-See kann man Wildpferden, Wisents und Büffeln begegnen. Hier ist auch ein Aussichtsturm zum Beobachten der Zugvögel aufgestellt worden. Das Naturschutzgebiet kann auf dem Fluss, mit dem Fahrrad oder Boot erkundet werden. Es werden Führungen angeboten. Tel: +371 63461629, dabas_parks_pape@inbox.lv, www.pdf-pape.lv

Die Steilufer bei Jurkalne
Eine der malerischsten Küsten der Ostsee in Lettland mit unberührter Natur und einem eindrucksvollen bis zu 20 m hohen Steilufer.

Der ZOO “Ciruli” in Kalvene
Im Zoo “Ciruli” in Kalvene kann man die weltgrösste Kiangu-Pferde-Herde besichtigen. Man kann auch andere Tiere wie Bären, Wölfe, Wildvögel, Baumfrösche beobachten. Ein ideales Ausflugsziel für die ganze Familie.

Kolkasrags
Der Kolkasrags ist der nördlichste Punkt an der Küste von Kurzeme. Hier treffen die Wellen der Ostsee mit der Wellen der Rigaer Bucht zusammen. Am Ende einer 6 km langen Sandbank ist der 1884 erbaute Leuchtturm zu sehen. Der Kolkasrags befindet sich im Nationalpark Slitere. Es werden Führungen mit Besichtigung von Biberdämmen und Beobachtung seltener Vogelarten angeboten. Tel. +371 63291066, snp@slitere.gov.lv, Homepage: www.slitere.gov.lv

Der Naturpark des Urstromtals der Abava
Das Urstromtal der Abava ist ein Gebiet von grossem landschaftlichem, geologischem und geomorphologischem Wert und verfügt über eine grosse Vielfalt an Biotopen. An den Flussufern sieht man malerische Dolomiten- und Sandsteinaufschlüsse – Felsen, Steilwände und Höhlen.

Das Kinostädtchen “Cinevilla Studio”
Die erste Kinostadt in Lettland, die für die Aufnahme des historischen Spielfilms “Rigas sargi” (die Wächter von Riga) gegründet wurde. Die Reisenden können sich nicht nur mit den Dreharbeiten bekannt machen, sondern auch die Stadt Riga vom Anfang des 20. Jahrhunderts und während des Ersten Weltkrieges beiderseits der Daugava kennen lernen. Im Wirtshaus können die Reisenden eine Erfrischung zu sich nehmen und etwas von einheimischen Bauern abkaufen. Tel: +371 671 47 032, Homepage: www.cinevilla.lv

Kunst- und Freilichtmuseum in Pedvale
Das Museum in der malerischen Umgebung des Flusses Abava erstreckt sich über ca. 200ha. Hier kann man sich die Werke des Bildhauers Ojars Feldbergs und anderer an den internationalen Kunstsymposien in Pedvale teilnehmenden Künstler ansehen. Das Museum trägt die Auszeichnung der UNESCO für Erhaltung und Förderung der Kulturlandschaft. Tel: +371 63252249, +371 2622335, pedvale@pedvale.lv, Homepage: www.pedvale.lv

Der Naturpark am See Engure
Von den Aussichtstürmen am See können insgesamt 186 Vogelarten gesichtet werden. Durch den Park führt der Orchideenpfad (Länge: 3,5 km), neben dem Wildpferde und Wildkühe weiden. Tel: +371 29474420, Homepage: www.eedp.lv

Schloss Jaunmokas
Das im Jahre 1901 nach dem Entwurf des Architekten V. Bockslaff erbaute, ehemalige Jagdschloss des Rigaer Stadtoberhauptes G. Armisted. Im Schloss kann man eine Försterei- und Jagdausstellung besichtigen.

Die Burg in Jaunpils
Die im Jahr 1301 erbaute Burg des Livländischen Ordens liegt in einer malerischen Umgebung am Mühlensee. Besichtigungen der Burg und des Burgmuseums, der Ende 16. Jh. erbauten Kirche und der Wassermühle.

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